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Wasserdampfdestillation

Dabei werden der Pflanze die äth. Öle mittels Wasserdampf entzogen. Die Ölzellen resp. Drüsen werden durch den heissen Dampf zum Platzen gebracht und der Pflanzenduft löst sich heraus.
Der Wasserdampf wird durch einen Kühler geleitet und kondensiert, wobei sich das äth. Öl vom Wasser trennt und an der Oberfläche schwimmt (Öl ist leichter als Wasser).
Quasi als „Abfallprodukt“ nach der Entnahme des äth. Öls, bleibt das Destillationswasser zurück. Dieses Wasser ist als sogenanntes Hydrolat im Handel. Hydrolate enthalten alle Inhaltsstoffe der Pflanze, die unter den Bedingungen der Wasserdampfdestillation flüchtig, gleichzeitig aber wasserlöslich sind. Sie duften zwar ähnlich wie die entsprechenden äth. Öle, weisen aber aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung andere Wirkungsbereiche und Anwendungsmöglichkeiten auf (im Hydrolat finden sich die wasserlöslichen, im äth. Öl die öllöslichen Pflanzenwirkstoffe). Darum sind Hydrolate oft weniger irritierend auf der Haut als äth. Öle, wirken milder und eignen sich gut für Anwendungen im wässrigen Bereich, z.B. Gesichtwässer, Bäder, Waschungen, Kompressen, Auflagen.
Im Handel werden die Hydrolate der Konservierung wegen meistens mit 10 – 15

Wasserdampfdestillation Anfang 1900
Buch:
Ätherische Öle / Gildemeister & Hoffmann / Band 3, 1916

prozentigem Alkohol angeboten – gut zu wissen bei der Anwendung in grossen Mengen vor allem bei Kindern, empfindlichen Menschen und älteren Personen!!

Durch Wasserdampfdestillation gewonnene äth. Öle sind sehr unterschiedlich lange haltbar, von zwei bis mehreren Jahren, immer vorausgesetzt, dass die Lagerung stimmt. Viele Öle reifen mit der Zeit noch nach und optimieren das olfaktorische Duftempfinden, ähnlich einem guten, lagerfähigen Wein (z.B. Rose, Sandelholz, Patschouli…).

Mit Wasserdampf gewonnene ätherische Öle stellen die wichtigsten Hilfsmittel in der Aromatherapie dar.