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Duftbeschreibung

Gerüche haben keine eigenen Namen, ausser Parfümdüfte oder chemisch hergestellte Riechstoffe. Daher ist es umso schwerer, Düfte zu benennen, insbesondere vielschichtige Düfte. Es gibt aber einen (Um-) Weg, um sie dennoch bezeichnen zu können und zwar über die Umschreibung, den Vergleich auf die Trägerstoffe. Man spricht dann von Kopfhaut-, Achsel-, Fuss- oder Schamgeruch. Je nachdem was sie gegessen haben, ob sie krank sind, wie der Gemütszustand ist oder wie es um den Hormonhaushalt bestellt ist, steigen die individuellen Gerüche in die Nase. Unverwechselbar zeigt sich auch der Duft seines Partners.

Aber nicht nur die Bezeichnung der Düfte machen Schwierigkeiten, auch die Qualität eines Geruchs lässt sich schlecht fassen. Dementsprechend wird ein Duft als angenehm, schön, reich, voll, stinkig, schimmlig, etc. betitelt. Häufig lehnen wir uns sogar begrifflich an unsere anderen Sinne an, weil diese nämlich Bezugssysteme haben. Bezogen auf den Geschmacksinn ist dann die Rede von saurem Achselgeruch oder einem süssen Parfüm, hinsichtlich des Tastsinn können Gerüche z.B mit den Eigenschaften warm, kühl oder stechend 

Museum Parfümerie Galimard in Eze Village,
Südfrankreich

umschrieben werden, und was den Gesichts- und Gehörsinn anbelangt, so spricht man nicht zuletzt von einer grünen Note oder einem schrillen Duft. Letztendlich haben wir jedoch keine eigenen Begriffe, was unsere Nase tagtäglich identifizieren muss, obgleich das möglich ist, wie man aus den totonakischen Sprachen aus Südmexikos weiss