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Bestandteile von ätherischen Ölen

Die äth. Öle beinhalten alle sehr wirksame Inhaltsstoffe, was auch wissenschaftlich belegt ist. Nahezu alle weisen eine keimtötende Eigenschaft auf. Nicht nur Bakterien (bakterizid) und Viren (viruzid) sind die Zielgruppe, auch Pilze (fungizid) gehören dazu. Manche enthalten Hormone oder hormonähnliche Substanzen.
Die chemische Zusammensetzung ist sehr komplex. Wie alle organischen Stoffe sind sie vorwiegend aus Kohlen- und Wasserstoff aufgebaut.

Durch verschiedene Reaktionen (z.B. Oxidation) können jedoch andere Elemente, sog. funktionelle Gruppen(z.B. Sauerstoff) an das Kohlenstoff-
Wasserstoff-Grundgerüst einer Substanz gebun-
den werden.
Auf diese Weise entstehen Alkohole, Phenole, Aldehyde, Ketone, Ester und Oxide, sie viel reaktiver und haben damit auch ganz verschiedene Eigenschaften und Wirkungen.

Phenylpropane: „die Heiklen“
Werden ebenfalls durch funktionelle Gruppen beeinflusst. Grosse Anteile enthalten u.a. Estragon, Basilikum, Anis Fenchel, Zimtrinde, Zimtblatt, Gewürznelke, Ravensara anisata und Bay St. Thomas.

Spezielle:
Oleoresine – Gummiharze: „die Harzigen“

Oleoresine werden aus dem Harz mittels Lösungsextraktion gewonnen. „Oleo“ ist der Verweis auf äth. Öle. „Resin“ steht für die extrahierten Harze, Wachse und sekundären Wirkstoffe.

Die wichtigsten Bestandteile, ca. 90%, der ä.Ö. sind:

Monoterpene: „die gierigen nach Luft“
klar, dünnflüssig, leichtflüchtig

Sind die dominanten Komponenten äth. Öle aus Zitrusfrüchten, Nadelhölzern, sowie Kräutern und Gewürzen. Die Wirkung wird stark durch die funktionellen Gruppen bestimmt.

Sesquiterpene: „die Hautfreundlichen“
gelb bis braun, dickflüssig, schwerflüchtig

Stellen die Hauptinhaltsstoffe dar, z.B. Patschouli, Sandelholz, Vetiver, Zedernholz. Der Einfluss der funktionellen Gruppen ist nicht mehr so entscheidend.

Ditperpene: „die Dickflüssigen“
sehr schwerflüchtig

Kommen nur spuren weise vor, z.B.: Muskatellersalbei, Salbei, Zypresse. Die Struktur gleicht derjenigen des Östrogens und sie weisen auch tatsächlich hormonähnliche Eigenschaften auf.