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Melancholera (Schwarzgalle)

Die Qualität kalt - trocken liegt im Vordergrund. Schwarzgalle ist der Saft mit der grinsten physiologischen Bedeutung, aber mit der grössten pathogenen Potenz.
Es fehlt das aktive, energetische als auch das ernährende Prinzip.
Die schwarzgalligen Zustände zeigen sich durch Adynamie, fehlende Reaktionen und Energiereserven. Die Eigendynamik für eine therapeutische Aktivierung fehlt hier weitgehend.
Melancholische Krankheiten gelten daher extrem als therapieresistent.
Charakteristisch für melancholischen Zustände ist ein Mangel an Feuchtigkeit, Mangel an Wärme / kalt - trocken im Übermass.
Der Körper antwortet mit degenerativen Prozessen, Ulcerationen, Malignosen, Steinbildung (Kristallose), Depression.

Das melancholische Temperament ist eigentlich kein Temperament, sondern ein besonderer Zustand. Der Melancholiker leidet unter einer erheblichen Beeinträchtigung seines Vitalgefühls. Anfangs ein ständiger Reizzustand – später eine Verminderung der Reizfähigkeit.
Das Temperament weist eine auffällige Altersabhängigkeit auf. Es betrifft Kinder soviel wie nie - Jugendliche selten und wenn, dann mit raschem Verlauf – das mittlere Alter häufiger – im Greisenalter am häufigsten.

Pathologische Dispositionen